Der Weg von der Erfindung zum kommerziellen Erfolg: It’s a long way to Tipperary

Dr. jur. Martin Bartels

Dr. jur. Martin Bartels

It’s a long way to Tipperary!

Der Ehrgeiz, die Beharrlichkeit und die Originalität von jungen Wissenschaftlern sind oft schwer beeindruckend. Wer sich intensiver mit Forschern austauscht, benötigt allerdings häufig einige Geduld, bis er versteht, welche Rolle die Ergebnisse von oft vielen Jahren harter Arbeit in der Praxis spielen könnte. Der Forscher steckt tief in seiner Arbeit, er spricht eine ungewohnte Fachsprache, und nur durch geduldiges Fragen bekommt man allmählich eine Vorstellung von dem wahren Wert der Arbeit.

Das Aha-Erlebnis des geduldigen Zuhörers weist zugleich auf einen Engpass des Forschers: Er ist der Schöpfer des ersten Glieds der Wertschöpfungskette. Er schafft eine notwendige Bedingung für die praktische Anwendung einer Idee, aber diese ist nicht zureichend. Allein kommt er nicht ans Ziel.

Der Forscher kann seine Arbeit entweder an eine Institution (Forschung oder Industrie) weitergeben. Oder er kann als intelligenter Mensch selbstverständlich lernen, was er für die selbständige unternehmerische Umsetzung braucht. Tatsächlich kommt er eigenständig aber nur selten zum Ziel, und tatsächlich wäre dies auch eine Verschwendung seiner wertvollen Arbeitszeit. Er braucht also ein maßgeschneidertes Umfeld, sein eigenes Biotop.

Nachfolgend sei kurz umschrieben, worum es dabei im Wesentlichen geht:

  • Gründung: juristische Unterstützung bei Gesellschaftsverträgen und Beteiligungsverträgen so, dass professionelle Investoren darauf ansprechen
  • Buchführung, Steuerberatung
  • Behördliche Genehmigungen
  • Menschliche Ressourcen: Benötigt wird ein umsichtiger und erfahrener kaufmännischer Geschäftsführer. Er muss die unternehmerische Vision, die Strategie für die Entwicklung, die Übersetzung der Forschungsergebnisse in kommerzielle Kategorien, das Durchspielen von Preismodellen, die Kostenplanung und die Ertragsprojektionen in verschiedenen Szenarien den Taktstock in die Hand nehmen. Er entwickelt einen belastbaren Geschäftsplan, überzeugt damit Kooperationspartner und Geldgeber, und diesen Plan passt er immer wieder an neue Erkenntnisse an.
  • Der kaufmännische Geschäftsführer sorgt für den angemessenen Schutz des geistigen Eigentums und handelt mit Geldgebern und Partnerunternehmen vertragliche Regelungen aus. Er entwickelt die für das neu gegründete Unternehmen richtige Form der Finanzierung mit Eigen- und Fremdkapital sowie staatlichen Zuschüssen und führt die für die Umsetzung notwendigen Verhandlungen.

Der wissenschaftliche Gründer muss damit leben, dass die kaufmännische Steuerung eine seiner Forschungsarbeit gleichwertige Leistung darstellt. Er muss sich an den fortgesetzten Austausch mit diesem ganz anders denkenden Partner einstellen. Er muss an der menschlichen Verbindung mit diesem arbeiten, denn ohne ihn kommt seine Arbeit nicht zu den Anwendern. Ein Unternehmen ist kein Flamingo, es kann nicht auf Dauer auf einem Bein stehen.

Wendet sich ein Wissenschaftler direkt an ein für die Finanzierung antretendes Unternehmen wie die LightFin GmbH, so kommen gleich zu Beginn die oben umrissenen Fragen auf den Tisch. Wir werden alles daran setzen, das wirtschaftliche Potenzial richtig zu erfassen und zügig die richtigen Anlaufpunkte identifizieren. Unser Netzwerk aus erstklassigen Kooperationspartnern hilft dem Wissenschaftler, schnell und preiswert zum Ziel zu finden.

 

                                                                                                                               Dr.  jur. Martin Bartels, LightFin GmbH

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