Fintech-Newcomer setzen Banken unter Zugzwang

Mit günstigen Alternativen zu den teuren Angeboten klassischer Banken mischen Fintech-Startups aktuell eine ganze Branche auf. Firmen wie Klarna, smava, BillPay oder Schutzklick locken die bislang treuen Bankkunden zu sich und setzen die herkömmlichen Geldhäuser unter Zugzwang.

„FinTech“ sind Technologien rund um Geldgeschäfte – von alltäglichen mobilen oder webbasierten Zahlungen über die Kontoverwaltung bis hin zu Anlagestrategien, Krediten, Versicherungen und dem Spendenwesen. Die chinesische Shanghai Lujiazui International Financial Asset Exchange, kurz Lufax, steht exemplarisch für das enorme Potenzial solcher Startups. Das Unternehmen vermittelte bereits über 200.000 Kredite mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro. Es ist kein Wunder, dass Investoren ihrerseits auf ein großes Geschäft mit Fintech-Firmen hoffen und verstärkt in sie investieren.

fintech_investments_global-595x234Auf dem deutschen Markt ist auxmoney mit über 200 Millionen Euro an vermitteltem Kreditvolumen an der Spitze der deutschen Kreditmarktplätze.

Die Deutschen scheuen immer häufiger den Weg in die Bankfiale und vertrauen zunehmend auf das Online-Banking. 45 Prozent der Deutschen nutzten 2013 Onlinebanking, ein Jahr später waren es schon 54 Prozent. Dies ist eine Tendenz, die sich in den nächsten Jahren verstärken und somit vielen Startups Rückenwind verleihen dürfte. Riesenkonzerne wie Google, Facebook oder Amazon haben diesen Trend unlängst bemerkt und sind dabei, die Finanzbranche kräftig aufzumischen, indem sie eigene Überweisungs-Dienste etablieren.

Ihre Vorteile sehen FinTech-Startups dabei unter anderem in einer besseren Kundeninteraktion, im Vergleich zu großen Bankhäusern. Die traditionellen Geldinstitute haben in der digitalen Welt außer dem klassischen Online-Banking meist noch nicht viel zu bieten. So können die Newcomer mit zusätzlichen Funktionalitäten wie etwa Ausgabenanalyse, Konto-Alarm oder vereinfachte Überweisungen an Bekannte überzeugen. Gerade für junge Kunden sind das viele gute Gründe für einen Wechsel.

Festzuhalten bleibt somit, dass Fintech-Unternehmen zu einem ernstzunehmender Konkurrenten erwachsen sind, die in zentralen Punkten gegenüber klassischen Anbietern punkten. Banken dürften somit um wichtige Marktanteile zittern.

Konrad Lange, Communication Manager, LightFin

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